VvAT – Verbundvorhaben Assistive Technik

Beratungsprozess beendet

Gruppenfoto von Personen in Anzügen, die in U-Form an Tischen vor einer Leinwand sitzen, während sie an der Auftaktveranstaltung des Verbundvorhabens 'Assistive Technik im Wohnen in der Eingliederungshilfe' teilnehmen.

August 6, 2025 Beratungsprozess beendet Das Projekt „Assistive Technik im Wohnen in der Eingliederungshilfe“ hat die erste wichtige Phase abgeschlossen. Das Projekt hat im Januar 2025 begonnen. Alle zehn teilnehmenden Orte haben zusammen den Beratungsprozess gemacht. So wurde eine gute Grundlage geschaffen, damit technische Hilfen richtig eingesetzt und weiterentwickelt werden können. Das Ziel vom Projekt ist: Es soll Technik geben, die den Alltag von Menschen mit Unterstützungsbedarf leichter macht. Die Technik soll ihnen helfen, selbstständiger und selbstbestimmter zu leben und besser am Leben teilzuhaben. Außerdem sollen auch die Mitarbeitenden und Einrichtungen Vorteile bekommen. Zum Beispiel weniger Arbeit bei wiederkehrenden Aufgaben und mehr Zeit für persönliche Hilfe. Aber welche Technik ist gut? Was wird schon genutzt? Und was wird noch gebraucht? Diese Fragen wurden in den ersten sechs Monaten in mehreren Schritten geklärt. Die Hochschule Niederrhein hat die Technik begleitet und mit den Teams einzeln gesprochen. So wurde gemeinsam überlegt, welche technische Hilfe am besten zu den Bedürfnissen passt – für die Menschen mit Unterstützungsbedarf, aber auch für die Mitarbeitenden und wie sie arbeiten. Schon vorhandene Technik nutzen – neue Ideen sammeln In den Gesprächen wurde schnell klar: An vielen Orten gibt es schon Technik, die hilft. Aber viele wünschen sich noch mehr neue technische Hilfen. Zum Beispiel praktische Türsysteme, Sprachhelfer wie Alexa oder digitale Hilfen zum Aufschreiben und Verwalten von Informationen. Außerdem wurden kleine Sender, neue Brillen für virtuelle Erfahrungen und digitale Bezahlmöglichkeiten genannt. Interessant war auch: Manche technische Hilfen, die gebraucht werden, gibt es noch nicht fertig zu kaufen. Viele Teams wünschen sich zum Beispiel eine App, die viele Informationen von verschiedenen Geräten an einem Ort zusammenfasst und für die Mitarbeitenden leicht verständlich zeigt. Auch eine einfache Übersicht, auf der wichtige Informationen schnell zu sehen sind, ist in Planung. Der Beratungsprozess hat auch gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Technik von allen gut angenommen wird und wirklich hilft. Ein Fragebogen von der Evangelischen Hochschule Bochum hat wichtige Fragen gestellt. Zum Beispiel: Wie stellen wir sicher, dass die Technik wirklich zu den Bedürfnissen der Menschen passt? Wie achten wir darauf, dass die Technik ethisch richtig eingesetzt wird? Und wie sorgen wir dafür, dass alle die Technik verstehen und gut damit umgehen können? Was jetzt als Nächstes passiert: Technik beantragen und ausprobieren Alle zehn Orte haben den Beratungsprozess abgeschlossen. Nun nutzen sie die Ergebnisse, um die passende Technik bei der SozialstiftungNRW zu beantragen. Das ist ein großer Schritt: Die Einrichtungen wissen jetzt genau, welche Technik sinnvoll ist, was sie damit erreichen wollen und wo noch Verbesserungen nötig sind. Das Projekt hilft also nicht nur jetzt praktisch, sondern zeigt auch, wie technische Hilfen langfristig besser machen können. Ziel ist es, die Teilhabe zu verbessern, den Alltag leichter zu machen und die Angebote weiterzuentwickeln. Das Projekt wird von der SozialstiftungNRW unterstützt. So leisten alle zusammen einen wichtigen Beitrag für ein inklusives Wohnen in der Eingliederungshilfe.

Auftakt für mehr Selbstbestimmung

Gruppenfoto von Personen in Anzügen, die in U-Form an Tischen vor einer Leinwand sitzen, während sie an der Auftaktveranstaltung des Verbundvorhabens 'Assistive Technik im Wohnen in der Eingliederungshilfe' teilnehmen.

März 11, 2025 Annika Müller Auftakt für mehr Selbstbestimmung Zehn soziale Organisationen und zwei Hochschulen testen in den nächsten zwei Jahren, wie Assistive Technologien (AT) Menschen mit Assistenzbedarf im Wohnen unterstützen können. Ziel ist es, die Selbstbestimmung und Teilhabe zu stärken und gleichzeitig die Arbeitsabläufe in Einrichtungen zu verbessern. Das Projekt wird mit 2,5 Millionen Euro von der Sozialstiftung NRW gefördert. Schon zu Beginn der Veranstaltung war klar: Die Frage ist nicht mehr, ob Assistive Technik genutzt wird, sondern wie sie am besten eingesetzt werden kann. Manche Einrichtungen sind noch offen für verschiedene Lösungen, andere haben bereits konkrete Pläne. Erste Ideen reichen von smarten Assistenzsystemen für den Alltag über datenschutzfreundliche Sprachsteuerungen bis hin zu automatisierten Dokumentationen, die Mitarbeitende entlasten. Das Sozialwerk St. Georg als Koordinator und Praxispartner Das Sozialwerk St. Georg koordiniert das Verbundprojekt und bringt dabei seine langjährige Erfahrung mit Assistiver Technik in Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz ein. Gleichzeitig erprobt das Sozialwerk in seiner Außenwohngruppe auf der Nordsternstraße in Gelsenkirchen, wie smarte Assistenzsysteme gezielt eingesetzt werden können, um den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner zu erleichtern. Wissenschaftliche Begleitung durch zwei Hochschulen Die Evangelische Hochschule Bochum und die Hochschule Niederrhein begleiten das Projekt wissenschaftlich. Die Hochschule Bochum schaut vor allem auf die Klient:innen. Die Hochschule Niederrhein untersucht die Technik und die Mitarbeitenden. Im Mittelpunkt stehen zwei Fragen: Welche Technologien helfen wirklich? Und wie machen sie den Alltag leichter? Schon jetzt ist klar: Gute Technik allein reicht nicht aus. Wichtig ist auch, dass Menschen bereit sind, neue Lösungen auszuprobieren und langfristig zu nutzen. Bei der Auftaktveranstaltung hat man bereits gemerkt: Alle Beteiligten wollen das gleiche Ziel erreichen – Assistive Technik soll die Eingliederungshilfe verbessern. In den nächsten Monaten wird sich zeigen, was gut funktioniert und wo es noch Änderungen braucht. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte! Die Projektbeteiligten im Einzelnen: Alsbachtal gGmbH Bethel.regional Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V. DRK Soziale Einrichtungen des Kreisverbandes Steinfurt gGmbH Hephata Leben gGmbH Josefsheim gGmbH Lebenshilfe Brakel Wohnen Bildung Freizeit gGmbH Lebenshilfe Wohnen NRW gGmbH Rheinischer Blindenfürsorgeverein 1886 Düren Sozialwerk St. Georg e.V. Hochschule Niederrhein Evangelische Hochschule Bochum Weitere Informationen zum Verbundvorhaben „Assistive Technik im Wohnen in der Eingliederungshilfe“ erhalten Sie von Dr. Dorothée Schlebrowski Projektkoordination       Sozialwerk St. Georg Teilhabe gGmbH  Uechtingstraße 87, 45881 Gelsenkirchen  0209 7004 806  0151 67963392 Kontakt Auskünfte zum Standortprojekt des Sozialwerks gibt Hakan Uzunbas 0170 8457688 Kontakt